Mit begrenztem Wissen über Computer, Software und 42

schreibt Andre

Erfahrungsbericht: Dell Latitude E6430 ATG – der Laptop und die Sonne

10.01.13 (Allgemein, Computer)

Ich kann mich glücklich schätzen, seit geraumer Zeit auf diesen Laptop Zugriff zu haben, und ihn regelmäßig nutzen zu dürfen. Wie Sie diesen Worten schon entnehmen können, bin ich mit dem Dell Latitude E6430 ATG im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Ich werde in diesem Erfahrungsbericht nicht auf die üblichen technischen Benchmarks bezüglich der Grafik- und Rechenleistung eingehen, dies ist in vielen professionellen Tests bereits ausführlich getan worden, sondern vielmehr meine Erfahrungen im alltäglichen Arbeitseinsatz zusammenfassen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung gerade diesen Rechner im Spätsommer 2012 anzuschaffen, war die enorme Bildschirmhelligkeit. Dell schreibt auf der Webseite davon, dass man ohne Probleme in der prallen Sonne arbeiten kann und gibt die Helligkeit mit 700 nit (bzw. Candela) an. Um allen Sonnenanbetern, die in der prallen Sonne arbeiten möchten, und auf der Suche nach einem passenden Rechner sind, das Lesen des gesamten Artikels zu ersparen, schnell vorne weg das Fazit bezüglich des Bildschirms:

Der Bildschirm

Es geht wirklich, man kann in der prallen Sonne arbeiten. So wird dieser Artikel gerade in der Sonne Spaniens diktiert. Natürlich sind einige Einschränkungen bezüglich der Farbtreue, des Kontrastes und der Auflösung hinzunehmen, aber solange man keine Grafiken oder ähnliches bearbeiten möchte, ist alles im akzeptablen Bereich. Man blinzelt nur noch, weil die Sonne so hell ist, aber den Monitor kann man, ohne den Kopf zu verdrehen, ohne ihn mit der Hand zu beschatten, oder sonstigen Verrenkungen zu vollführen, sehen – sehr gut.

Hinweis:

Es handelt sich bei dem in diesem Rechner verbauten Bildschirm nicht um das Modell mit Touchfunktionalität (630 nit), der zum Zeitpunkt der Bestellung des Rechners Standard war. Erst bei der telefonischen Bestellung ließ sich das Modell ohne Touchfunktionalität (700 nit) in die Konfiguration aufnehmen. Also: bei besonderen Konfigurationswünschen, die online nicht angeboten werden, lohnt sich der Anruf bei der Bestellabteilung, die können offensichtlich weitergehende Konfigurationen vornehmen. Die Bestellabteilung wirkte auf mich sowohl freundlich als auch kompetent – mein Lob.

Konfiguration & Bewertung

Hier die Konfiguration des Rechners mit meiner Bewertung:

Prozessor:

Intel Core i7 3700QM – reicht zum alltäglichen Arbeiten und mehr völlig aus – sehr gut

Arbeitsspeicher:

Bestellt und geliefert wurde der Rechner mit 4 GB Arbeitsspeicher. Dies ist knapp bemessen aber in Anbetracht der Preise, die Dell für mehr Arbeitsspeicher verlangt, zunächst ausreichend. Erst als mit virtuellen Betriebssystemen gearbeitet wurde, verlangte es nach mehr, und der Arbeitsspeicher wurde auf 16 GB aufgerüstet. (Zwei 8 GB Module, die laut Dell Webseite nicht unterstützt werden, aber problemlos im Rechner ihren Dienst tun.)

Festplatte:

Ausgeliefert wurde der Rechner mit einer 500 GB großen normalen SATA Festplatte. Auch hier wurde zunächst aus Kostengründen, auf die Standardkonfiguration zurückgegriffen. Entsprechend enttäuschte der Rechner beim ersten Hochfahren mit langer Wartezeit (naja, man erwartet von einem neuen Rechner mitunter Wunder) bis Windows 7 einsatzbereit war (Diese Festplatte sitzt jetzt in einem externen Gehäuse und dient via eSATA-Anschluss als zusätzlicher Datenspeicher). Zum Glück lag die separat erworbene SSD bereits parat. Es handelt sich hierbei um eine relativ stromsparende, aber nicht ultraschnelle OCZ-AGILITY3 (240 GB). Mit dieser SSD bootete Windows 7 innerhalb von ca. 10 Sekunden. Auch das normale Arbeiten und das Starten von Programmen profitiert ungemein von dieser SSD. Auf eine SSD (wahrscheinlich ist es egal von welchem Hersteller) möchte ich wirklich nicht mehr verzichten.

2te Festplatte:

Dell bietet die Option, statt des optischen Laufwerks eine zweite Festplatte einzubauen. Hierzu benötigt man einen entsprechenden Einbaurahmen. Diesen gab es bei Dell nur in Verbindung mit einer 300 GB großen Festplatte. Nach intensiven Verhandlungen bei der telefonischen Bestellung war der Preis für diese Erweiterung akzeptabel, so dass auf günstigere Einbaurahmen von Drittanbietern verzichtet werden konnte (über deren Qualität kann ich folglich keine Aussage treffen). Diese gibt es für ca. 20 bis 50 € und müssen mit einer Festplatte bestückt werden. Auf das optische Laufwerk wurde vollständig verzichtet, da diese zweite Festplatte als Datenspeicher dringend benötigt wird, so dass diese Festplatte kontinuierlich im Rechner verbaut ist und Strom benötigt. Falls dennoch einmal ein optisches Laufwerk vermisst wird, muss ein einfaches USB-Laufwerk (ca. 30 Euro in jedem halbwegs sortierten Hardware-Store) aushelfen.

Hinweis:

Wer auf erhöhte Datensicherheit wert legt, kann die beiden Festplatten im BIOS als gespiegeltes RAID 1 einrichten. Da ich kurz mit dieser Möglichkeit geliebäugelt habe (zwei SSDs), habe ich mich damit etwas intensiver auseinander gesetzt. Leider war nirgends zu erfahren, ob der RAID-Controller zur Beschleunigung gleichzeitig von beiden Platten liest (also RAID 10 oder auch RAID 1+0 genannt unterstützt). Übrigens: Die mitgelieferte 300GB HDD im Einbauschacht kann man natürlich z.B. gegen eine größere Austauschen.

Akkus:

Bestellt wurde der Rechner mit einem 97 W/h Hauptakku (Standard sind – glaube ich – 87 W/h). Hinzu kommt ein so genannter Akku-Slice gleicher Kapazität, der unter den Rechner geklemmt werden kann. Hierzu ist anzumerken, dass der Hauptakku mit 97 W/h wenige Zentimeter hinten aus dem Rechner herausragt (Der Standardakku mit 87 W/h macht dies, glaube ich, nicht). Also eine Ausbeulung bildet, die auf keinem Foto des Rechners gezeigt wird und auch beim Bestellen nirgendwo erwähnt wird.
Wenn der zusätzliche Akku-Slice unter dem Rechner klemmt, wird der ohnehin nicht schlanke Laptop zu einem wahren „Monster“. Von einem Ultrabook ist der Latitude ATG sowieso weit entfernt, aber mit dem zusätzlichen Akku nimmt er eher die Ausmaße mehrerer Ultrabooks ein.
Positiv ist, dass der zusätzliche Akku-Slice sicher unter dem Rechner klemmt und nicht wie bei einem Vorgänger-Laptop von HP mitunter zu Wackelkontakten neigt, so dass die Stromversorgung unterbrochen wurde.

Anschlüsse:

Von Haus aus ist der Latitude 6430 ATG mit vielen Anschlüssen bestückt, die zumeist hinter „Gummischutz-Eumeln“ versteckt sind, so dass man diese immer auf- und zuklappen muss. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Diese Gummilaschen machen einen stabilen Eindruck, so dass nicht zu befürchten steht, dass sie nach wenigen Monaten den Geist aufgeben.

Mit dem Wechsel vom Latitude 6420 hin zum Latitude 6430 hielt endlich auch USB 3 Einzug (womit der Grund wegfiel, warum der 6420 nicht gekauft wurde). Es gibt also einen USB 3 und einen erweiterten USB 3 Anschluss. Weiterhin zwei USB 2 Anschlüsse, wobei einer als eSATA-Kombianschluss ausgelegt ist – sehr gut.

Weiterhin gibt es VGA und HDMI und zwar keine Mini- oder Winzig-Versionen, so dass keine Adapter benötigt werden – sehr gut.

Eine vollwertiger RJ 45 Buchse für 1 GB LAN findet auch noch Platz – sehr gut. (Naja WLAN und Bluetooth gibt’s natürlich in vernünftiger Ausführung auch noch)

Für Kopfhörer und Mikrofon steht leider nur ein 3,5 mm Kombianschluss zur Verfügung (anstatt 2 X 3,5 mm Klinke). Reine Kopfhörer kann man problemlos anschließen, aber für die meisten Headsets benötigt man Adapter – echt nervig,
da es so gut wie keine Headsets gibt, die von Haus aus diesen Kombi-Klinken-Stecker haben. Auch bei USB-Headsets muss man höllisch aufpassen, welche Modelle man kauft, da hier zumeist eine minderwertige mini Soundkarte im Stecker integriert ist. Die Auswahl an Headsets zur Spracherkennung wird dadurch merklich eingeschränkt (ich bin eigentlich immer noch auf der Suche nach einem guten, meinem Geldbeutel entsprechenden Modell).

Auf ein Modem habe ich verzichtet, so dass es entsprechend auch keinen Anschluss gibt. Aber Platz ist dafür vorgesehen.

Monitor:

Der Monitor hat eine Auflösung von 1366×768 Pixeln bei 14 Zoll. Dies ist zwar kein echtes HD, aber reicht zum Arbeiten mit Word, Excel etc. völlig aus. Der Rahmen um den Monitor ist richtig breit, so dass der Eindruck entsteht, hier hätte auch gut ein 15 Zoll Bildschirm Platz gefunden. Immerhin ist im Rahmen die integrierte Webcam eingebaut. Der Rahmen ist nicht schön, und in Anbetracht der ganzen Ultrabooks, die zur Zeit um Käufer buhlen, irgendwie auch nicht mehr zeitgemäß, aber das nehme ich alles gerne für die Helligkeit des Bildschirms in Kauf. Die Helligkeit des Monitors kann über die Funktionstasten gesteuert werden. Auch im Akkubetrieb kann die maximale Helligkeit eingestellt werden. Leider ist es so, dass die Helligkeitsstufen für dunklere Umgebungen etwas sprunghaft sind. Im normal beleuchteten Büro reicht mitunter einer der unteren Helligkeitsstufen, wobei die nächste höhere Helligkeitsstufe bereits blendet.
Wie bereits geschrieben sind Farbtreue und Kontrast für grafische Arbeiten sicherlich nicht ausreichend, aber was soll’s, ich bin kein Grafiker, ich will in der Sonne programmieren und Word-Texte schreiben.

Tastatur und Touchpad:

Die Tastatur ist soweit gut und gängig, hier gibt es, nichts zu bemängeln. Durch die Hintergrundbeleuchtung kann man auch in dunkler Umgebung noch problemlos arbeiten. Das Touchpad ist nicht allzu groß, funktioniert aber soweit einwandfrei. Nur die darunter liegenden Tasten ignorieren mitunter den Klickbefehl. Über den Trackpoint mittig in der Tastatur kann ich keine Aussage treffen, da ich diesen nicht verwende. Im Allgemeinen bevorzuge ich die klassische Maus vor Touchpad und Trackpoint.

Sound:

Irgendwo sind in dem Laptop auch noch Lautsprecher verbaut, die Krach machen. Der Sound ist sicherlich nicht besser oder schlechter als bei anderen Laptops.

Software:

Dell liefert den Laptop glücklicherweise mit relativ wenig zusätzlicher Software aus. Ich erinnere mich da an einen alten HP Laptop, bei dem ich zunächst stundenlang Test- und sonstige Softwareversionen deinstallieren musste.
Einige nützliche Programme liefert Dell aber mit. Es gibt zum Beispiel ein Programm, um den Ladezustand und die Qualität der Akkus zu kontrollieren. Mithilfe eines anderen Programmes können Sie verschiedene Einstellungen bezüglich des Energieverbrauchs, des WLANs usw. festlegen und zu Profilen zusammenfassen, so dass ein Klick reicht, um ein Bündel an Einstellung zu aktivieren – gefällt mir.

Dockingstation:

Die zusätzlich erhältliche Dockingstation ist echt praktisch, da man zuhause oder im Büro den Rechner einfach nur auf die Station klemmt und schon sind alle angeschlossenen Komponenten – wie 2ter oder 3ter Monitor, LAN oder USB-Geräte (Maus + Tastatur) – parat.
Dell bietet zwei Dockingstationen an, die sich im Preis und Anschlüssen wenig unterscheiden. Ich empfehle hier das größere Modell, da dieses u.a. mehrere Monitoranschlüsse bietet.
Da die Dockingstationen mit eigenem Netzteil geliefert werden, spart man auch diese Verkabelungsarbeit. Wenn angedockt, wird der Hauptakku automatisch geladen.
Allerdings gibt es hier ein dickes Minus: Mit Zusatzakku-Slice passt der Rechner nicht auf die Dockingstation, so dass dieses Slice vorher entfernt und auch separat geladen werden muss. Der Zusatzakku kann mit dem normalen Netzteil geladen werden (also doch wieder Strippen legen – HP hatte da früher, ob jetzt auch noch, weiß ich nicht, die Möglichkeit, den Laptop mit Zusatzakku auf die Dockingstation zu packen, das war damals besser).
Die Anschlüsse an der Dockingstation sind vielfältig, aber leider schlecht dokumentiert. In der Bedienungsanleitung der Station gibt es eine Übersicht, aber online habe ich keine gefunden (Notwendig, da die gedruckte Bedienungsanleitung sich natürlich nach kurzer Zeit in Luft aufgelöst hat). Dies führte zu einem Fehlkauf eines HDMI-Kabels, da ich davon ausging, dass unter den DVI-Anschlüssen die entsprechenden HDMI-Anschlüsse für die Monitore sind. Die Dinger sehen aber auch verdammt danach aus. Leider passte das gekaufte HDMI-Kabel da nicht rein – ich weiß bis heute nicht was für Anschlüsse das nun eigentlich sind.
Positiv ist, dass an der Dockingstation für den Sound noch klassisch zwei 3,5 mm Klinkenstecker verbaut sind. Auch zwei PS/2-Stecker für Tastatur und Maus sind vorhanden.
Ansonsten funktioniert die Dockingstation reibungslos. Beim An- oder Abdocken habe ich keine Probleme, auch der dadurch bedingte Wechsel zwischen den Monitoren (von 2 bzw. 3 ohne Laptop-Monitor hin zu reinem Laptop-Monitor) klappt, egal ob im Betrieb oder Schlafmodus (dies mag an Windows 7 liegen, keine Ahnung, aber mein alter HP Rechner mit XP machte da immer Ärger).

Hinweis:

Der Zusatzakku wird, wenn man den Rechner nicht über die Dockingstation mit Strom versorgt, natürlich im angehefteten Zustand über den Rechner geladen, aber immer nur ein Akku nach dem anderen (zuerst das Hauptakku dann der Zusatzakku).

Grafikleistung:

Da zusätzlich zur Grafikleistung des Core I 7 noch eine NVIDIA NVS 5200M verbaut ist, reicht die Grafikleistung für alle Arbeiten völlig aus. Auch drei Monitore (1xHD + 2 x 1024 x 768 Pixel) + Laptopmonitor an der Dockingstation stehen flüssigem Arbeiten nicht im Weg. Ob die Grafikleistung für Spiele reicht, entnehme der Leser bitte den professionellen Tests mit Benchmarks.

Akkulaufzeit:

Die Akkulaufzeit wird von den Herstellern gerne sehr großzügig angegeben und auch die ermittelten Laufzeiten bei verschiedenen Tests schienen mir unglaubwürdig hoch. Aus diesem Grunde wurde der Rechner durch den zusätzlichen Akku-Slice ergänzt, insbesondere, da keiner der Tests und keine der Angaben den Monitor mit voller Helligkeit berücksichtigten.
Hier jetzt meine Erfahrungswerte, die ich nicht mit der Stoppuhr gemessen habe, sondern ich habe einfach die angegebene Restlaufzeit und die bereits gearbeitete Zeit Pi mal Daumen addiert. Mein Eindruck ist, dass die Restlaufzeit größtenteils richtig ermittelt wird.
Alle Angaben beziehen sich auf normales Arbeiten mit Word, Excel, surfen im Web, aktivierten WLAN und/oder programmieren mit Aptana Studio, wobei hier eine Virtuelle XP-Installation mit mehreren MySQL- und Apache-Servern verwendet wird. Also alles Aufgaben, die einen Core I 7 nicht wirklich aus der Ruhe bringen sollten. Da sich die Akkulaufzeiten so positiv zeigten, habe ich den Zusatzakku nur selten im Einsatz, so dass sich die Zeitangaben auf den Hauptakku mit 97W/h beziehen (der Zusatzakku verdoppelt die Zeiten einfach).

  • Arbeiten s.o. mit niedriger Helligkeit ca. 9,5 Stunden
  • Arbeiten s.o. mit mittlerer Helligkeit ca. 8 Stunden
  • Arbeiten s.o. mit höchster Helligkeit ca. 4 Stunden

Ich schätze aufgrund von einigen rechenintensiven Arbeiten, die ich im Akkubetrieb gemacht habe, dass bei stärkerer, kontinuierlicher Rechenbelastung die angegebenen Zeiten sich halbieren (wie geschrieben: nur grob geschätzt).
Bedenken Sie bei diesen Angaben bitte die besondere Konfiguration des Rechners:

  • kontinuierlich verbaute 2te HDD, aber dafür kein optisches Laufwerk
  • sparsame primäre SSD, statt HDD oder optional erhältliche SSD von DELL (gerade bei SSDs habe ich in Tests große Unterschiede im Stromverbrauch finden können)
  • 16 GB Arbeitsspeicher benötigen sicherlich auch etwas mehr Strom als 4 GB oder 8 GB

Das ist schon fast wie Strom aus der Steckdose, da können viele Ultrabooks nicht mithalten, deshalb bleibt der Zusatzakku meistens ungenutzt zuhause – richtig gut.

Hinweis:

Mit Hilfe der bereits erwähnten Software von DELL mit Akkuinformationen kann man das Ladeverhalten beeinflussen. So kann ein Ladeverhalten ausgewählt werden, dass den Akku schonen soll, wenn der Rechner fast nur an der Steckdose betrieben wird. Was hier genau passiert, ahne ich nur dunkel, aber vielleicht hilft es, die Lebenszeit des Akkus zu erhöhen. Mein Eindruck nach knapp einem halben Jahr Nutzungsdauer ist, dass die Akkuzeiten sich nicht stark – eigentlich kaum merklich – verringern haben.

Verarbeitung usw.:

Dell bewirbt den ATG mit mir unbekannten Normen bzgl. Fallschutz und Robustheit gegen Feuchtigkeit und Staub etc., deshalb habe ich ein stabiles Gerät erwartet. Der gelieferte Rechner hat meine Erwartungen weit übertroffen: er macht einfach einen soliden, stabilen Eindruck (Nein, ich habe den Rechner nicht absichtlich vom Tisch geschubst, obwohl er das laut Norm abkönnen soll) – richtig gut.

Einzig der Einschalter bedarf einer gewissen, ausgefeilten Technik des Fingerdrucks (ganze Fingerkuppe relativ lange mit leichtem Druck auflegen), so dass die ersten Einschaltversuche erfolglos blieben, aber das richtige „Drücken“ lernt man schnell.

Über die Optik kann man streiten, ich finde das Ding hässlich, aber ich will damit auch keinen Schönheitspreis gewinnen.

Die Temperatur aller Komponenten hält sich bei meinen Arbeiten (siehe oben) im kaum fühlbaren Bereich – auch die Sensoren geben niedrige Werte zurück. Der Lüfter springt selten bis nie an, jedenfalls höre ich ihn fast nie (dies kann aber auch an meiner relativ lauten Arbeitsumgebung liegen, da Profi-Tester den Lüfter als grenzwertig bezeichnet haben).

Wenn der Rechner in der prallen Sonne verwendet wird und der Deckel der Sonne zugewandt ist, wird der Monitor-Deckel extrem heiß (kann man mitunter gerade noch anfassen). Dies, obwohl der Deckel größtenteils aus diesem silbernen Titanimitat – oder was auch immer das ist – besteht (ich möchte nicht wissen, wie heiß er werden würde, wenn der komplett schwarz wäre).

Wartung/Umbau:

Die bereits erwähnten Änderungen (Austausch der primären Festplatte, Erweitern des Arbeitsspeichers auf 16 GB) ließen sich alle mit einem kleinen, einfachen Kreuzschraubendreher durchführen.

Der Austausch der Festplatte ging zügig. Es reichte, zwei kleine Kreuzschrauben zu entfernen und die Festplatte zu wechseln.

Zum Erweitern des Arbeitsspeichers musste – gefühlt – der halbe Rechner auseinander gebaut werden. Aber auch hier waren, letztendlich nur Kreuzschrauben zu lösen, um den gesamten Boden des Rechners abnehmen zu können. Glücklicherweise gibt es eine ausführliche Anleitung von Dell, welche Schrauben gelöst werden müssen.

Bei dieser Tätigkeit konnte man einen schönen Blick in den Rechner werfen, wobei der Eindruck entsteht, dass auch künftige Reinigungsarbeiten am Lüfter etc. in Eigenregie realisierbar sind. Der Aufwand, um den Arbeitsspeicher zu wechseln, ist sicherlich größer als bei manch anderen Rechner. Dies liegt daran, dass zunächst die Fallschutzecken entfernt werden müssen. Aber auch bei anderen modernen Ultrabooks muss mitunter der gesamte Boden abgebaut werden, um an den Arbeitsspeicher zu gelangen.

Fazit:

Ich bin „schwer“ zufrieden mit dem DELL Latitude E6430 ATG. Er vermittelt mir den Eindruck, dass er – auch weil der hohe Preis einem baldigen Ersatz entgegensteht – mich lange (vielleicht sogar mehrere Jahre) begleiten wird.

Diese Rechner ist IMHO geeignet für Leute, die

  • einen Arbeitsrechner benötigen und auch zuhause / im Büro den Laptop verwenden wollen
  • bei einer Zugfahrt nicht schon bei der Reservierung darüber nachdenken wollen, ob sie auf der Schatten- oder Sonnenseite des Zuges neben einer Steckdose sitzen.
  • auch mal – wie im Film – auf der Terrasse/im Garten oder gar am Strand arbeiten möchten.
  • keinen optischen Leckerbissen benötigen
  • bereit sind ein paar Gramm (oder doch eher Kilogramm) mehr zu tragen – hier trifft der Kosename Schläppi für Schläpptop wieder zu.
  • bereit sind für Stabilität und Bildschirmhelligkeit fast den doppelten Preis eines leistungsmäßig vergleichbaren „normalen“ Laptop zu zahlen.
  • wert legen auf Akkulaufzeiten, Bootzeiten (jedenfalls mit SSD) und Rechenleistung, aber keine schlanke Flunder (Ultarbook) benötigen.

Pro & Kontra

  • Super heller Bildschirm
  • 2te Festplatte integrierbar (auch RAID 1)
  • Individuell konfigurierbar mit massig Zubehör (Dockingstation, Zusatzakku, Erweiterungssteckplätze etc.)
  • reichlich vollwertige Anschlüsse bereits direkt am Laptop
  • reichlich Rechenleistung (dank Core I 7 und auch sonst von Haus aus stimmiger Konfiguration)
  • stabil, vermittelt den Eindruck nicht so leicht schlapp zu machen (hat er bisher auch noch nicht, obwohl er nicht mit Samthandschuhen behandelt und transportiert wird).
  • bootet fix wie nix (mit SSD)
  • gute bis sehr gute Akkulaufzeit
  • schwer wie Sau
  • keine volle HD-Auflösung
  • absolut hoher Preis, aber relativ OK: ca. doppelt so teuer, wie ein von der sonstigen Ausstattung vergleichbarer „normaler“ Laptop (vergleichbare sonnentaugliche Geräte sind eher teurer und weniger hell, in dieser Helligkeitsklasse (700 Nit bzw. Candela) sind mir eigentlich keine weiteren Angebote bekannt)

Suchbegriffe

  • dell latitude e6430 atg
  • anleitung dell latitude e6430
  • e6430 atg display
  • E6430 stromverbrauch